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consilium - DER PÄDIATRIE-PODCAST - Folge #47 - 28.06.2024

 

consilium – der Pädiatrie-Podcast

mit Dr. Axel Enninger

consilium Podcast mit Dr. Axel Enninger

 

Gynäkologische Fragen in der Pädiatrie

 

Axel Enninger: Heute spreche ich mit:

Prof. Dr. Patricia Oppelt

 

 


DR. AXEL ENNINGER…

… ist Kinder- und Jugendarzt aus Überzeugung und mit Leib und Seele. Er ist ärztlicher Direktor der Allgemeinen und Speziellen Pädiatrie am Klinikum Stuttgart, besser bekannt als das Olgahospital – in Stuttgart „das Olgäle“ genannt.Kardiologie in der pädiatrischen Praxis

Axel Enninger: Herzlich willkommen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, zu einer neuen Folge von consilium, dem Pädiatrie-Podcast. Meine heutige Gesprächspartnerin war schon einmal meine Gesprächspartnerin, und deswegen freue ich mich ganz besonders, sie heute erneut zu begrüßen. Herzlich willkommen, Frau Oppelt!

 

Patricia Oppelt: Hallo, Herr Enninger, ich freue mich auch, dass wir erneut zusammen sprechen.

 

Axel Enninger: Für diejenigen, die unsere erste Folge nicht gehört haben, stelle ich Sie kurz vor. Sie sind Frauenärztin. Sie sind stellvertretende Oberärztin in der Frauenklinik der Universität Erlangen, und es gibt eine Besonderheit: Sie sind auch niedergelassene Frauenärztin in einer Praxis in Erlangen. Sie leiten den wissenschaftlichen und klinischen Bereich der Kinder- und Jugendgynäkologie im Universitäts-Fortpflanzungszentrum Franken UFF. Was für eine Abkürzung! Sie sind gleichzeitig Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendgynäkologie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe und Mitglied in zahlreichen Leitlinien. Herzlich willkommen nochmal und super, dass es klappt, dass wir uns ein zweites Mal treffen können. Wir haben beim ersten Mal ja über Empfängnisverhütung gesprochen und haben jetzt gedacht, dass wir ein paar, ich sag mal in Anführungszeichen „hot topics“ besprechen wollen: Dinge, die aus Ihrer Erfahrung als Frauenärztin von Kinder- und Jugendärzten gerne gefragt werden, Themen, die an Sie gerichtet werden, und Themen, die Ihnen noch besonders am Herzen liegen, wo sie sagen: ‚Hey, liebe Kinder- und Jugendärzte, da achtet mal drauf!‘, oder: ‚Das macht ihr in Zukunft vielleicht ein bisschen anders.‘ Vielen Dank nochmal für Ihre Bereitschaft, und wir haben gedacht, wir fangen mal mit etwas ganz Häufigem an. Das ganz häufige Thema heißt „Labiensynechie“. Da besteht immer noch Unklarheit. Was mache ich mit wem? Muss ich etwas draufschmieren, muss ich nichts draufschmieren? Kann ich abwarten? Muss ich etwas tun? Helfen Sie uns, klären Sie uns auf.

 

Hände weg von der Labiensynechie!

Patricia Oppelt: Genau, die Labiensynechie. Aber dazu muss ich auch sagen, auch ich musste viel lernen, und deshalb ist es wichtig, dass wir darüber sprechen, und deshalb weiß ich, dass es wichtig ist, dass man einfach schaut, wie gehen wir damit um. Die Labiensynechie. Eigentlich könnte man fast hier sagen, Schlagwort: „Hände weg von der Labiensynechie!“ Gelernt haben wir das natürlich alle ganz, ganz anders. Was ist die Labiensynechie? Wir wissen es alle, eine Verklebung der kleinen Schamlippen, die häufig die Mütter vor allem irritiert, weil es komisch ausschaut, das äußere Genital. Was aber immer sehr beachtlich ist, auch wenn die Synechie fast komplett geschlossen ist oder tatsächlich komplett geschlossen ist, dass der Urin ungehindert abfließen kann. Die Windeln sind nass, oder auch im Endeffekt die Toilette oder das Töpfchen. Da ist genügend Urin drin.

 

Axel Enninger: Okay, aber das war ja doch wahrscheinlich der Punkt, weshalb wir früher immer gedacht haben, man muss irgendwas tun, oder? Weil man irgendwie dachte, der Abfluss wäre behindert, auf Deutsch gesprochen.

 

Patricia Oppelt: Genau, genau das war es immer. Es hieß immer, es ist aufsteigende Infektion, Pyelonephritiden, aber wir finden die nicht. Ich kenne keine einzige Patientin, die diese Problematik tatsächlich hatte. Und deshalb wurde immer versucht, tunlichst diese Synechie aufzumachen. Was wir eben aber auch wissen, dass wir eine hohe Rezidivneigung haben, und deshalb ist das aktuelle, denke ich, beste Vorgehen, dass wir versuchen können, die Synechie zu eröffnen. Das tun wir mit Estriol, einer östrogenhaltigen Creme, die man für vier Wochen auf diese Verklebungsstelle geben kann, und wenn die Stelle aufgeht, dann können wir erst einmal zufrieden sein, sollten aber wirklich die Mütter, im Endeffekt auch die Eltern, wenn beide dabei sind, aber auch schon mal über die Wahrscheinlichkeit aufklären, dass die Verklebung auch wieder zugehen könnte, auch wenn wir gut therapiert haben. Dass wir darüber auch gut aufklären.

 

Axel Enninger: Darf ich da nochmal fragen?

 

Patricia Oppelt: Ja.

 

Axel Enninger: Also das heißt, es ist schon so, dass wir einen Therapieversuch immer machen, oder wenn es Eltern gibt, die jetzt besonders informiert sind und sagen: ‚Ich hab gelesen, man kann auch abwarten‘, kann man diesen Versuch auch einfach weglassen?

 

Patricia Oppelt: Genau, das ist ein guter Einwand. Letztendlich könnte man überlegen, wenn die Eltern sagen: ‚Nee, wir möchten es nicht machen‘, würde ich mittlerweile auch so weit gehen und würde sagen: ‚Nee, wir lassen es.‘ Was wir wissen, ich kenne keine einzige Patientin – und ich überblicke jetzt 22 Jahre, also wirklich eine lange Zeit – bei der es nicht spätestens zu Beginn oder während der Pubertät, also wenn Östrogene gebildet werden, dann auch diese Synechie aufgeht. Ich habe vor Kurzem ein Mädchen gehabt, da hat es echt lang gedauert. Da habe ich so ein bisschen dann schon geguckt, dann auch gedacht: Mensch, die kenne ich wirklich seit ihrer Labiensynechie mit drei, vier Jahren‘, und sie ist mittlerweile dreizehn, vierzehn. Sie hatte dann schon Brustwachstum und war so elf, zwölf – es dauerte wirklich, bis es irgendwann einmal komplett aufging, es war dann schon so zur Hälfte auf. Aber ich kenne keinen Fall, wo es eben gar nicht aufgegangen ist, und deshalb können wir eigentlich die Eltern, die Mütter beruhigen und können sagen: ‚Es ist natürlich eine lange Zeit von drei Jahren bis zehn Jahren, bis dann diese Synechie aufgeht.‘ Aber wenn sie uns ja auch bestätigen können, dass die Mädchen keine Beschwerden haben, das Pipi gut ablaufen kann, warum sollen wir dann irgendetwas tun? Und wenn wir aber das Gefühl haben, dass die Mütter – es gibt ja Mütter, die immer gerne etwas tun – vielleicht doch versuchen wollen, dass es sich eröffnet, dann würde ich sagen, einmalig versuchen. Wenn dieser Versuch aber nicht funktioniert, also entweder es geht gar nicht auf, das gibt es ja, oder es geht auf und es geht wieder zu, dann sollten wir spätestens die Hände davon lassen.

 

Axel Enninger: Okay, also ganz klar. Sie haben ganz am Anfang quasi schon die Zusammenfassung gegeben: „Hände weg!“ Also einmal Creme versuchen, und das bedeutet aber auch sonst: „Hände weg!“ Also nicht irgendwelche operativen oder sonstigen heroischen Maßnahmen irgendwie versuchen.

 

Patricia Oppelt: Sehr gut.

 

Axel Enninger: Also, ich glaube, das sollten Sie noch mal mit einem Ausrufezeichen sagen.

 

Patricia Oppelt: Sehr gut, das hätte ich nämlich als Nächstes gesagt. Es gibt nämlich zweimal Hände weg. Hände weg! Vor allem, auch das haben wir ja früher gelernt und gemacht, dass man mit Knopfsonde und Sonstigem diese Synechien aufgemacht hat, und das war vor allem für die Mädchen extrem schmerzhaft. Es kommt zu kleinen Einrissen, die sowieso viel schneller zusammenkleben. Und von daher: Es sollte tatsächlich keine mechanischen, sonstige Sachen, an dieser Synechie vorgenommen werden. Das ist ganz, ganz wichtig.

 

Axel Enninger: Okay, also, das schreiben wir sozusagen auch allen sonstwie interventionell tätigen Menschen nochmal eindeutig auf und sagen also: ‚Hände weg, Nerven bewahren!‘, und das geht von alleine. Können Sie dem Kinder- und Jugendarzt ganz kurz erklären, warum hilft dann Östrogen? Also durch die Pubertät oder eben extern? Was ist da los?

 

Erfahrungswert spricht für Koinzidenz von Labiensynechie und Lichen

Patricia Oppelt: Man muss davon ausgehen, dass es tatsächlich eventuell durch den Östrogenmangel bedingt ist, diese Verklebung. Wir kennen das auch bei unseren älteren Frauen in der Frauenheilkunde, dass es durch Östrogenmangel zu Verklebungen von Hautstrukturen kommt. Aber genau geklärt ist es tatsächlich nicht, ob das wirklich letztendlich der einzige Trigger ist. Was ich als Gefühl immer wieder habe, dadurch, dass ich jetzt viele Jahre überblicke: Ich habe Mädchen, die ich mit Labiensynechien gesehen hab und die im Kleinkindalter dann auch Lichen entwickeln, oder dann einen haben. Also ich glaube, dass tatsächlich eine Koinzidenz der Synechie zum Lichen besteht. Das würde aber wieder gegen die Therapie mit einer Östrogentherapie sprechen, weil man die Lichentherapie definitiv nicht mit Östrogen, sondern mit Cortison macht, aber wenn wir uns die englischsprachige Literatur angucken zur Therapie der Synechie, die wurde langfristig auch immer mit Cortison behandelt, wenngleich wir hier auch keine besseren Eröffnungsraten oder keine Rezidivneigung haben, wenn wir Cortison nutzen. Also es gibt jetzt keinen Grund, Cortison zu nutzen für die Synechien, aber man sollte auf diese Mädchen vielleicht ein bisschen ein Auge haben in diese Richtung, wenn man sie immer wieder mal untersucht.

 

Axel Enninger: Also auch das können wir nochmal wiederholen: Östrogencreme ja, Cortisoncreme nein.

 

Patricia Oppelt: Ja.

 

Pippi Langstrumpf statt Antibiose bei unspezifischer Vulvovaginitis

Axel Enninger: Ein anderer Punkt, der häufig vorkommt und wo Kinder- und Jugendärzte ein bisschen verunsichert sind, ist, sag ich mal, das Schulmädchen, Grundschulmädchen mit immer wiederkehrenden Beschwerden, ein bisschen Ausfluss, mal grünlich, mal nicht grünlich, immer wieder so bisschen Rötung, und wo man dann denkt: ‚Naja, das ist irgendwie eine Entzündung, Stichwort „Vulvovaginitis“. Was sind da die Ursachen, und was sollten wir tun, und was sollten wir vielleicht auch wieder nicht tun?

 

Patricia Oppelt: Also, die Vulvovaginitis hat mich früher auch umgetrieben und hat mir zeitweise fast Angst gemacht, wenn ich wusste, es kommt jemand. Es ist ja einer der häufigsten Vorstellungsgründe in unserer Praxis. Die Vulvovaginitis muss man einfach nur gut verstehen, und dann kann man sie einfach therapieren, so dass es eben nicht zu häufig rezidivierenden Vulvovaginitiden kommt. Ganz klar denkt man immer bei Rötung, bei Ausfluss, an bakterielle Infektionen. Aber man muss ganz klar sagen, die bakterielle Infektion der Vulvovaginitis ist etwas extrem Seltenes. Wir müssen nämlich erstmal herausfinden, was die eigentliche Ursache der Vulvovaginitis ist, um sie dann sicher und gut therapieren zu können. Hier unterscheiden wir im Endeffekt die unspezifische Vulvovaginitis, und das kriegen wir vor allem auch anamnestisch heraus. Also, wir müssen gut auf die Anamnese achten, was die Patientin, aber auch die Mutter angibt. Das, was sie typischerweise sagen, ist dieses Immerwiederkehrende, das Immerwiederauftreten, dass es auch von alleine vielleicht auch immer mal wieder ausheilt. Was mit grünlichem Ausfluss einhergeht, ist eigentlich ganz typisch für eine unspezifische Vulvovaginitis. Hier haben wir es im Endeffekt damit zu tun, dass Urin, Stuhl in die Scheide einfließt oder in die Scheide kommt und es dadurch zu einer unspezifischen Entzündung kommt. Das können wir im Endeffekt mit noch so viel Antibiotika, Sonstigem, behandeln, das kriegen wir nicht in den Griff. Also hier keine Antibiose, bitte, bei einer Vulvovaginitis. Es gibt einen einzigen Grund, den werden wir gleich auch noch besprechen.

 

Axel Enninger: Darf ich da nur noch mal fragen?

 

Patricia Oppelt: Ja.

 

Axel Enninger: Sie hatten vorhin mit so einem schönen Merksatz begonnen. Das könnten wir vielleicht fortführen. Normalerweise denkt man immer grünlicher, sag ich mal aus, putrider Ausfluss, das muss irgendetwas Bakterielles sein. Da brauchen wir a) Diagnostik und b) Therapie, und da sagen Sie ein klares Ausrufezeichen: ‚Nein, liebe Leute, lasst es sein und vergesst es!‘

 

Patricia Oppelt: Genau, vor allem auch die Diagnostik mit Abstrichen, weil wir bei den Abstrichen letztendlich Keime finden, die wir physiologisch im Vulvabereich finden, die aber diese Vulvovaginitis gar nicht auslösen. Deshalb ist es ganz wichtig, wir brauchen für die Diagnostik der Vulvovaginitis eigentlich keinen Bakt-Abstrich, außer bei einer Fragestellung. Aber auch hier kann man es letztendlich ein bisschen durch die Anamnese herausfinden. Wir brauchen im Endeffekt bitte kein Antibiotikum! Da gibt es nur einen einzigen Grund. Wenn, dann ist es bei der Unspezifischen tatsächlich so, dass wir über die Aufklärung über die Hygiene die beste Therapie machen können. Dass wir einfach darüber sprechen, wie muss sich das Mädchen abwischen, wenn sie Wasser lässt, wenn sie Stuhlgang hat. Wie soll sie auf Toilette sitzen. Sie sitzen häufig so ein bisschen falsch, dass der Popo durchhängt und dadurch erst recht Urin einfließen kann in die Scheide. Also der Popo gerade, indem man zum Beispiel einen Hocker unter die Toilette stellt, so dass sie die Füßchen aufstellen können. Besser, wäre noch, sich verkehrt herum auf die Toilette zu setzen. Wir nennen das die Pippi-Langstrumpf-Haltung. Die sitzt ja immer falschherum auf ihrem Pferd. Das sind im Endeffekt die besten Therapieoptionen bei der unspezifischen Vulvovaginitis. Wir selbst geben immer noch Estriol in die Scheide, wenn es ausgeprägt ist, wenngleich man sagen muss, damit heilt es etwas schneller aus, weil Östrogene die Entzündung schnell nehmen. Aber wenn wir das nicht tun würden, würde diese unspezifische Vulvovaginitis, wenn danach die Hygiene passt, auch von alleine ausheilen.

 

Axel Enninger: Okay, das heißt eigentlich nix tun, und es nicht antibiotisch zu behandeln bezieht sich sowohl auf eine orale als auch auf eine lokale Therapie, korrekt!

 

Patricia Oppelt: Definitiv, genau, das haben wir früher auch gelernt. Dann haben wir versucht Nasentropfen in diese Scheide zu geben. Das kann man zwar alles gut applizieren, das kann man mit einem Butterfly und einer kleinen Spritze machen, aber das ist alles nicht nötig, weil es nicht zielführend ist. Wir müssen einfach anamnestisch sagen: Okay, diese Patientin mit grünlichen Ausfluss, immer wiederkehrend, wo es sich die Beschwerden auch von alleine immer wieder eliminieren, das ist im Endeffekt Nr. 1 der Vulvovaginitis.

 

Fremdkörper – manches Mädchen ist froh, dass endlich jemand fragt

Patricia Oppelt: Dann gibt es die Vulvovaginitis, wo die Mütter sagen, es wird eher immer wieder schlimmer. Auch hier wurde immer wieder Antibiose gegeben. Mit Antibiose wird’s besser, aber danach wird es dann gleich wieder schlechter. Dann müssen wir auch an Fremdkörper denken, das heißt, wenn ich das Mädchen sehe mit einer Vulvovaginitis, und auch über eine unspezifische nachdenke, sollte man über Fremdkörper nachdenken. Wie kann ich einen Fremdkörper ausschließen? Im besten Fall sieht man ihn, wenn man sich das äußere Genital anschaut durch die sogenannte Traktions- und Separationsmethode. Das heißt, wir ziehen die äußeren Schamlippen nach unten außen, um einen guten Blick auf die Vulva zu haben, aber auch in die Scheide hinein. Aber natürlich, das wäre super einfach. Wir können aber auch Fremdkörper durch rektales Abtasten ausschließen und durch den Ultraschall, wenn es um metallische Gegenstände geht.

 

Axel Enninger: Da reden wir über welches Alter?

 

Patricia Oppelt: Wir befinden uns generell, und es ist gut, dass Sie das fragen, bei der Vulvovaginitis immer in der hormonellen Ruhephase, das heißt, es ist ein Alter zwischen 2 Jahren und dem Beginn der Pubertät mit 8, 9 Jahren. Außerhalb dieser Zeit finden wir eigentlich typischerweise gar keine Vulvovaginitis.

 

Axel Enninger: Das liegt daran, weil da Östrogene keine Rolle spielen?

 

Patricia Oppelt: Genau, das ist gerade bei der Unspezifischen. Klar, einen Fremdkörper kann sich auch ein einjähriges Kind einführen, aber es ist wahrscheinlich eher zu jung, um das zu tun. Aber wir befinden uns eigentlich, wenn es um die Vulvovaginitis geht, genau in der hormonellen Ruhephase, weil die Scheide sich, wenn sie nicht hormonell aktiv ist, sich auch nicht „wehren“ kann gegen irgendwelche Entzündungen, sei es eben auch mechanischer Art, was dann im Endeffekt der Fremdkörper ja machen würde.

 

Axel Enninger: Okay, Fremdkörper ist, glaube ich, immer ein Thema, also, da wundert man sich ja, was alles so „funktioniert“. Auch bei uns in der Notaufnahme gibt’s Fremdkörper aus der Nase, wo man auch manchmal denkt: ‚Upps, wie ist das jetzt da hineingekommen?‘ Und in der Tat, daran denken, wenn es von Episode zu Episode eher schlechter wird, das war Ihr Memo, richtig? Dann daran denken, es könnte tatsächlich auch ein Fremdkörper sein, und dann die von Ihnen aufgebrachten „Fahndungsmethoden“ anwenden, inklusive möglicherweise Ultraschall.

 

Patricia Oppelt: Genau, und hier ist anamnestisch nicht wegweisend, wenn die Mütter abstreiten, dass es ein Fremdkörper sein könnte, weil die Mütter es immer abstreiten. Die Mädchen sind ambivalent, das ist immer ganz interessant. Es gibt Mädchen, die sind extrem froh, dass endlich immer jemand nachfragt, dass da irgendwann mal etwas verschwunden ist. Und es gibt Mädchen, die schämen sich natürlich trotzdem und würden auch nicht sagen, dass da vor Kurzem oder auch schon länger etwas verschwunden ist. Und, Sie haben Recht, wir haben so ein ganzes Sammelsurium, was da so alles verschwinden kann: Playmobil, Püppchen Kreide, Murmeln, Toilettenpapierkügelchen, also, es gibt tatsächlich fast nichts, was nicht da mal eben verschwinden kann.

 

Axel Enninger: Okay, also, dieses Schamgefühl ist natürlich… Ich kann es nachvollziehen, aber in der Tat, die Anamnese der Mutter ist da nicht so richtig hilfreich. Im Zweifelsfall doch dran denken, dass es so sein kann. Okay, und wenn ich diesen Fremdkörper gefunden und extrahiert habe, dann ist gut, da muss ich auch nichts machen hinterher?

 

Patricia Oppelt: Genau. Also, wir geben hier noch mal Estriol, um diese Entzündung, die entstanden ist, wieder schneller ausheilen zu lassen. Aber auch hier würde nach Entfernung des Fremdkörpers die Scheide auch von alleine wieder ausheilen, sodass dann auch die Entzündung und der Ausfluss, der entstanden ist, sich von alleine wieder behebt. Ja!

 

Axel Enninger: Okay. An was denken Sie noch, wenn Sie Vulvovaginitis denken, und es ist nicht die unspezifische?

 

Streptokokkenverdacht? Beim Abstrich niemals das Hymen berühren!

Patricia Oppelt: Dann müssen wir anamnestisch an diese Mädchen denken, die akut Beschwerden haben, die akut zu ihrer Mama sagen: ‚Ich will gar nicht mehr Pipi machen, es tut mir extrem weh!‘, und wir eine extreme Rötung haben. Jetzt müssen wir an Bakterien denken, und zwar an Bakterien, die Scharlach auslösen, und das ist der einzige Grund, dass man sich das eventuell durch einen Abstrich sichert. Was wir aber immer tun müssen, wenn wir Abstriche am Genital eines Mädchens vornehmen, vor allem in der hormonellen Ruhephase, dass wir nicht das Hymen berühren, weil es in der hormonellen Ruhephase so extrem schmerzhaft für das Mädchen ist! Und dann dürfen wir das einzige Mal Antibiose geben und die dann auch tatsächlich oral.

 

Axel Enninger: Okay, also akut auftretende starke Schmerzen ist hier das Engramm, das wir setzen. Klinisch nix? Klinisch kann man es sozusagen nicht unterscheiden?

 

Patricia Oppelt: Klinisch starke Rötung des Vulvainnenhofes. Man kann es manchmal schon unterscheiden, aber ich denke, das ist eher schwieriger. Typisch sind eher so ganz typische Schmerzen zum Wasserlassen, so dass man, bis es ausgeheilt ist, den Mädchen raten sollte, eventuell in der Badewanne Wasser zu lassen, also im warmen Wasser, weil sie damit weniger Schmerzen haben.

 

Axel Enninger: Und da machen wir einen Abstrich auf β-hämolysierende Streptokokken, und da sagt der Kinder-Gastroenterologe, das lohnt sich auch bei chronischen Rötungen am Anus, manchmal auch mit so hellen Blutauflagerungen, wo man immer wieder denkt, hm, das ist nicht so richtig. Auch da lohnt sich ein Analabstrich, und auch da lohnt sich, nach den β-hämolysierende Streptokokken zu gucken. Bei uns muss man sie dann, also wenn sie sich dort finden lassen, lange behandeln. Wie ist das bei Ihnen?

 

Patricia Oppelt: Definitiv, ja! Also 10, 14 Tage. Welches Schema haben Sie?

 

Axel Enninger: Ja, manchmal brauchen wir sogar 4 Wochen, und es reicht auch da interessanterweise nicht immer das banale Penicillin. Meistens sind es ja tatsächlich Streptokokken, die sind Penicillin-sensibel. Aber es sind eben doch immer auch so ein paar penicillinasefeste Bakterien dabei, sodass man manchmal auch ein Antibiotikum braucht, das diese Penicillinasefesten erwischt. Ist es in Ihrem Bereich auch so?

 

Patricia Oppelt: Ja, wir haben eigentlich eher tatsächlich, dass wir mit Penicillin über 10 bis 14 Tage arbeiten. Vier Wochen – hatte ich eigentlich noch keinen Fall, dass wir Antibiose geben mussten.

 

Keine Pilze in der hormonellen Ruhephase

Axel Enninger: Okay, dann ist es bei Ihnen nicht so hartnäckig wie am Anus. Okay, jetzt denkt man ja Entzündung, Vulvovaginitis – was ist denn mit Pilzen?

 

Patricia Oppelt: Pilze finden wir nicht, wenngleich Pilzmittel häufig gut helfen. Und jeder, der vielleicht jetzt zuhört, denkt vielleiht: ‚Mensch, das hab ich doch auch schon immer mal gegeben. Es hat doch gar nicht so schlecht geholfen!‘ Aber wir müssen auch hier wissen, Pilze lieben Östrogene und brauchen Östrogene, sodass wir in der hormonellen Ruhephase im Scheiden-, im Vulvabereich – ich spreche jetzt nicht hier von der Haut oder von Leistengegend – keine Pilzinfektion finden. Und wenn die Pilzmittel kurzfristig geholfen haben, die Pilzcreme, die man äußerlich aufträgt, dann haben die einfach geholfen, weil sie pflegend wirken. Das war im Endeffekt nicht falsch, was man gemacht hat. Man kann mit Antimykotika auch zum Glück eine Resistenz bilden. Von daher hat man nichts falsch gemacht, aber man hat im Endeffekt nicht die Vulvovaginitis im Eigentlichen behandelt.

 

Axel Enninger: Okay, das finde ich pathophysiologisch auch nochmal spannend. Also, Pilze in der hormonellen Ruhephase gibt’s in dem Bereich eigentlich nicht! Ausrufezeichen!

 

Patricia Oppelt: Ja.

 

Axel Enninger: Okay, sehr gut, wieder was gelernt! Aber, sozusagen später dann, nach der hormonellen Ruhephase, ist ein Scheidenpilz ja durchaus etwas Häufiges.

 

Patricia Oppelt: Definitiv und relativ einfach. Also, Pilzinfektionen sind nichts Ungewöhnliches, und hier ist es auch ganz wichtig: Die Mütter sind dann immer ganz irritiert, wenn ihre Töchter eine Pilzinfektion haben, jung, 12, 13 Jahre alt, und haben dann Sorge, dass es eventuell etwas mit Geschlechtsverkehr zu tun hat, weil wir natürlich dann ab dem Alter ja auch die ganzen Erkrankungen, also SDIs, geschlechtsübertragbare Erkrankungen, Infektionen finden. Aber Mykosen haben nichts mit sexuell übertragbaren Erkrankungen zu tun. Wir haben überall Pilze auf der Haut, und wenn es einfach mal zum Ungleichgewicht kommt, dann haben wir da mal ganz schnell auch eine Pilzinfektion. Das ist auch ganz wichtig, dass wir das den Müttern gleich mitteilen, damit sie hier entspannt sein können.

 

Axel Enninger: Sehr gut. Jetzt haben Sie gesagt, ein Großteil ist eben tatsächlich unspezifisch, geht von alleine, macht keine Abstriche, wartet! Wann möchten Sie als Gynäkologin denn eine Überweisung vom Kinder- und Jugendarzt haben?

 

Patricia Oppelt: Also, ich denke, wir sind ja im Endeffekt kinder- und jugendgynäkologisch interdisziplinär aufgestellt. Wenn ein Pädiater es über viele Jahre macht und hier gut aufgestellt ist, muss er eigentlich gar nicht überweisen, dann kann er es selbst abdecken, was wir gerade besprochen haben. Eine Ursache, haben wir noch vergessen – das ist eine ganz wichtige Ursache, und darüber müssen wir gleich noch sprechen – die auch unter der Vulvovaginitis subsummiert wird. Ansonsten, wenn man sich natürlich unsicher ist, oder wenn man sagt: ‚Mensch, ich hab jetzt schon geguckt, ob es ein Fremdkörper ist, ich war mir unsicher, es ist eigentlich keiner. Ich habe auch über Hygiene aufgeklärt, und es wird einfach nicht besser.‘ Klar, dann schickt man natürlich auch gerne zu uns oder eben in Kliniken, die eine Sprechstunde für Kinder- oder Jugendgynäkologie haben, oder eben auch in Praxen, die sich hiermit nochmal etwas spezieller auseinandersetzen. Aber ich bin mit Pädiatern sehr zufrieden, dass sie es auch gut können, wenn sie es immer wieder mal machen.

 

Axel Enninger: Okay, aber Fremdkörper, würden Sie sagen, das musst du als Pädiater nicht können. Wenn du es kannst, ist gut, wenn nicht, schick gerne zu uns. Jetzt haben Sie vorhin schon ein bisschen geheimnisvoll gesagt, wir haben über eine Ursache noch gar nicht gesprochen. Was haben Sie im Kopf?

 

Bei Juckreiz an Lichen denken, ein Häufigkeitsgipfel ist 4–6 Jahre

Patricia Oppelt: Den Lichen, eine Hauterkrankung. Und gehen wir nochmal zum Fremdkörper: Was sicherlich der Pädiater nicht machen muss, ist den Fremdkörper zu entfernen. Dass man in die Scheide geht, ist etwas, worin wir natürlich sicherlich etwas geübter sind, und das muss man natürlich nicht, ganz klar. Ganz wichtig ist aber eben, an den Lichen zu denken, und der wird ganz häufig unter der Vulvovaginitis subsummiert. Warum? Weil die Haut natürlich auch entzündlich aussehen kann. Hier ist ganz typisch, und auch hier ist wieder Anamnese ganz wichtig, Mütter sagen immer wieder, dass immer wieder mal leicht Blut in den Unterhosen zu finden ist. Es sind die ganzen kleinen Ulzerationen, Rhagaden, die an der Haut passieren. Die Patientin, die hat eher keinen Ausfluss, sie hat auch kein Brennen, sondern sie gibt den für den Lichen typischen Juckreiz an. Auch hier, für den Lichen muss, man sich einfach so einen Blick angewöhnen. Da gibt es so ein paar Prädilektionsstellen. Das ist zum einen, bevor man überhaupt die Vulva auseinanderzieht, ist die Vulva häufig bei den Mädchen mit Lichen so ganz leicht gekräuselt. Das ist schon so ein bisschen Zeichen dieser Trockenheit durch die Erkrankung. Wenn sonst die Haut eventuell noch unauffällig ausschaut, findet man den Lichen eigentlich typischerweise, wenn er sich gerade entwickelt, im Abstand zwischen Scheideneingang und Anus. Also, es ist sogenannte hintere Kommissur, an der man ganz typisch dann schon weißliche Haut, pergamentartige Haut findet, die auch ganz schnell einreißt, wenn man drankommt. Das ist ganz typisch für den Lichen. An den Lichen müssen wir denken, denn er findet sich in der hormonellen Ruhephase. Es ist im Endeffekt unabhängig davon, aber wir wissen, dass es einen Häufigkeitsgipfel zwischen 4 und 6 Jahren gibt, und er ist eben gar nicht so selten! Je früher wir ihn erkennen, je früher und besser wir ihn therapieren, umso eher schaffen wir es, ihn hier auch ein Stückweit „in Schach“ zu halten, sag ich mal.

 

Axel Enninger: Da gibt es auch wieder eine Verbindung zwischen unseren beiden Fachgebieten. Das ist dieser Juckreiz. Manchmal weiß man auch nicht so genau, wo es dann ist. Manchmal wird analer Juckreiz angegeben, und dann denken alle immer an Oxyuren. Wenn man dann hinguckt, findet man oft in der Tat diese trockenen Hautstellen, wo man sagen muss, das sieht irgendwie wie eine chronisch trockene, pergamentige Haut aus. In der Tat, da gibt’s auch wieder die Connection zwischen der Kinder-Gynäkologie und der Kinder-Gastroenterologie.

 

Sitzbäder sind ohne Benefit

Axel Enninger: Okay, also, an den Lichen denken wir auch, und die Dinge, die wir nicht tun sollten, haben Sie alle schon gesagt. Jetzt möchte man aber ja immer gerne was tun, und eins der Dinge, die ich hier immer gerne höre, ist; ‚Ja, helfen denn nicht Sitzbäder?‘ Gibt’s denn nicht Hausmittelchen, wenn man jetzt unbedingt etwas tun möchte?

 

Patricia Oppelt: Also, wenn man etwas tun möchte, dann kann man das gerne tun, aber dass es tatsächlich zur Therapie genutzt werden muss, ist wirklich dahingestellt. Also, ich empfehle keine Sitzbäder, weil sie im Endeffekt keinen Benefit bringen. Wenn die Patientin, beziehungsweise in dem Fall eher die Mütter unbedingt was tun wollen… Aber hier muss man fragen, für was? Die unspezifische Vulvovaginitis braucht die Hygiene. Der Lichen braucht definitiv das Cortison und eher die Pflege. Hier müssen wir dran denken, dass wir die Haut morgens auch gut pflegen. Auch hier können wir mit Sitzbädern im Endeffekt wenig ausrichten, eher vielleicht ein bisschen schaden. Es gibt die Sitzbäder, die ein bisschen die Haut gerben, und von daher sollte man es eher nicht tun. Wenn man aber übereifrige Mütter hat, die unbedingt etwas tun wollen, ja, man kennt ja seine Klientel selbst, kann man das sicherlich empfehlen, aber es gibt eigentlich keinen Grund Sitzbäder zu empfehlen.

 

Axel Enninger: Okay, also weder fettend noch pflegend noch Kamille noch irgendwas. Eigentlich gibt es keinen Grund.

 

Patricia Oppelt: Gibt keinen Grund.

 

Dysmenorrhoe und Endometriose: schmerzhaft ist nicht „normal“

Axel Enninger: Okay, sehr gut. Wir hatten vorhin schon mal gesagt, es ist ja immer wieder spannend, wenn man sich mit Kolleginnen unterhält. Es gibt immer wieder Querverbindungen. Eine sehr offensichtliche Querverbindung ist das Thema Bauchschmerz, das uns beide verbindet. Bei Bauchschmerzen denke ich als Kinder-Gastroenterologe an ganz andere Dinge als Sie, die Kinder-Gynäkologin. Bei dem Thema „Hat es denn etwas mit der Regelblutung zu tun?“ bekenne ich, bin ich auch immer wieder ziemlich unsicher. Was können Sie uns da mitgeben?

 

Patricia Oppelt: Genau, das ist ganz, ganz wichtig. Zum einen müssen wir wissen: Blutungen haben nicht schmerzhaft zu sein. Viele Frauen denken, dass es völlig normal ist, dass es schmerzhaft ist. Das ist aber tatsächlich nicht so. Dass es vielleicht ein bisschen zwickt, mag normal sein, aber dass man tatsächlich zu Hause mit einer Wärmflasche liegt oder überhaupt Schmerzmittel braucht, so sind Blutungen eigentlich nicht vorgesehen. Es macht ja auch keinen Sinn, dass Frauen leiden müssen, wenn sie ihre Blutung haben. Deshalb ist es ist extrem wichtig, dass wir die Mädchen hier auch wirklich abfangen, weil immer noch in den Köpfen der Mütter, der Großmütter sowieso, so verankert ist: ‚Schmerzen haben wir alle gehabt, das ist so, das halten wir aus.‘ Und es gibt zum einen die Dysmenorrhoen, also die Schmerzen zur Blutung, die letztendlich nur auf eine erhöhte Prostaglandin-Ausschüttung zurückzuführen sind, die also keine sonstige Erkrankung noch nach sich ziehen. Aber wir wissen, dass auch Dysmenorrhoen bestehen, die eine sogenannte Endometriose zugrunde haben. Endometriose, eine Erkrankung, bei der Schleimhaut, die sonst in der Gebärmutterhöhle ist, sich außerhalb der Gebärmutter ansammelt, an verschiedenen Stellen im Bauchraum und eben diese Schmerzen machen kann.

 

Axel Enninger: Und die gibt’s auch schon bei Teenies?

 

Patricia Oppelt: Und das gibt es eben schon bei Teenies. Wir wissen mittlerweile, dass die Endometriose sich nicht erst manifestiert, wenn man 20, 25 Jahre alt ist, sondern dass wir gerade auch anamnestisch durch dieses Auftreten der Bauchschmerzen im Endeffekt hier schon herausfinden können, wer eher eine Endometriose hat oder nicht. Typischerweise die Mädchen, die wirklich zum Beginn ihrer ersten Regelblutung starke Schmerzen haben, haben ein hohes Risiko von über 50 %, dass sie auch tatsächlich eine Endometriose haben.

 

Axel Enninger: Das ist ja spannend. Also ich glaube, bei uns Kinder-Gastroenterologen ist diese Frage „War die erste Regelblutung besonders schmerzhaft?“ nicht verankert. Auf unseren Fragebögen findet sich das nicht. Wäre das Ihre Empfehlung, dass wir das aufnehmen?

 

Patricia Oppelt: Definitiv! Es gehört bei jedem Vortrag, wenn ich über Blutungen spreche, immer dazu, dass ich die Pädiater bitte: ‚Fragen Sie bei Ihren Mädchen nach: Hast du Schmerzen zur Blutung?‘ Zum einen, um natürlich es ein bisschen herauszukristallisieren, aber zum anderen auch, um den Mädchen zu helfen und zu sagen: ‚Wir können etwas für dich tun, wir können dir ein Schmerzmittel geben, wir können Sonstiges tun, damit du diese Schmerzen nicht haben musst.‘

 

Axel Enninger: Gibt’s diagnostisch etwas, wie ich das herausfinde?

 

Patricia Oppelt: Leider ist nach wie vor diagnostischer Standard, Goldstandard, um eine Endometriose zu entdecken die Bauchspiegelung. Das würde man nur tun, wenn wir durch die herkömmlichen Therapieoptionen nicht zum Erfolg kommen. Nur dann operieren wir Mädchen. Wenn wir dann aber die Mädchen operieren, haben wir eine 75%igen Wahrscheinlichkeit, dass wir eine Endometriose entdecken.

 

Axel Enninger: Das heißt, es gibt nicht „den Laborparameter“ oder „den Wert“, den wir jetzt in unser Schema „chronische Bauchschmerz-Abklärung“ aufnehmen, sondern es ist die Anamnese, und dann ist es das Therapieansprechen, korrekt?

 

Patricia Oppelt: Genau, so ist es. Es gibt mittlerweile zwar Tests, die seit ein, zwei Jahren kursieren. Ich selbst biete den Test in der Praxis nicht an. Es handelt sich um einen Speicheltest, der Mikro-RNA nachweist. Mikro-RNA wird unterschiedlich bei Erkrankungen exprimiert. Der Test kostet 800 €, ist aktuell keine Kassenleistung, kann aber tatsächlich bei den Kassen beantragt werden. Die Auswertung dauert 25 Tage. Die DGGF, die Fachgesellschaft für Gynäkologie, empfiehlt aktuell den Test nicht. Auf dem Markt ist er seit September 22. Auch wird in der Leitlinie für Endometriose der Test nicht mit eingeschlossen oder empfohlen. Warum? Die Zulassungsstudien hatten lediglich 200 Patientinnen, diese mit höhergradiger Endometriose, wenngleich der Gros der Patienten leichte bis mittelgradige Endometriose hat, und wir wissen auch nicht, was wir mit dem Testergebnis anfangen sollen bezüglich der Therapie. Die Therapie wird vorerst gleich bleiben. Ob wir wissen, ob eine Endometriose vorliegt oder nicht, würden wir erst in die medikamentöse Therapie gehen. Auch wurden bisher nur Frauen ab 18 eingeschlossen. Das heißt, die Jugendlichen würden dann auch erstmal für die Diagnostik rausfallen, was natürlich schade ist, weil für die eine nicht-invasive Diagnostik natürlich toll wär. Es laufen aber Multicenter-Studien, deshalb kann ich mir vorstellen, dass der Test Einzug in die Diagnostik finden wird. Es gibt mittlerweile Ultraschallmöglichkeiten. Hier versucht man, sich ein bisschen heranzutasten, um Endometriose besser sehen zu können. Aber auch da, das steckt alles noch in den Kinderschuhen, also hier muss man sagen, wenn Endometriose im Eierstock zu finden ist, dann macht es eine typische Art von Zyste, dann kann man darauf zurückschließen. Aber sonst, so wie Sie sagen, ist es tatsächlich die Anamnese. Wann sind die Beschwerden aufgetreten, vor allem auch die Stärke der Beschwerden, vor allem auch etwas eher Schmerzen, die nicht nur zur Blutung sind, sondern auch außerhalb der Blutungen schon mit auftreten können, und wenn wir eben kein Therapieansprechen haben. Aber wir können auch eine Endometriose haben, die trotzdem auf Therapie gut anspricht. Das heißt, man muss es mit dem Mädchen besprechen, man muss es dann auch langfristig im Hinterkopf haben, dass eine Endometriose bestehen könnte.

 

Axel Enninger: Zur Therapie kommen wir gleich. Dieser teure Test interessiert mich noch, weil wir natürlich auch immer gefragt werden: ‚Gibt’s denn nicht irgendetwas?‘

 

Patricia Oppelt: Wir raten auf jeden Fall allen davon ab, dies zu nutzen oder sich damit eine Endometriose bestätigen zu lassen.

 

Axel Enninger: Okay, also, sollte es so einen Test mit ordentlicher Aussagekraft geben, melden wir uns wieder. Dann wird es sozusagen verbreitet werden. Aktuell, Stand Frühjahr 2024, gibt es keinen sinnvollen Test.

 

Patricia Oppelt: Ja.

 

Mönchspfeffer hilft vielen

Axel Enninger: Sehr gut, und jetzt Therapie. Wie, was, wie lange? Wie macht man es?

 

Patricia Oppelt: Genau, die Therapie mache ich immer unabhängig davon, ob ich jetzt davon ausgehe, Endometriose oder Dysmenorrhoe. Gehen wir mal davon aus, wir haben die Schmerzen zur Blutung, es sei denn, das Mädchen hat extrem starke Schmerzen. Aber wenn wir beginnen, können wir ohne Weiteres mit Mönchpfeffer beginnen. Mönchspfeffer ist ein pflanzliches Präparat, das per se bei Zyklusstörungen ganz gut wirkt, um Zyklen regelmäßiger zu machen, aber vor allem auch Schmerzen bei der Blutung nehmen kann. Wenn das nach drei Monaten nicht hilft, dann gehen wir einen Schritt weiter, und dann sind die üblichen Therapieoptionen bei Dysmenorrhoe und/oder Verdacht auf Endometriose, dass man herkömmliche Pillen gibt. Man gibt nicht jegliche Art von Pillen, sondern es gibt ein paar Pillen mit Gestagenen, die sich wesentlich besser auf die Schleimhaut, auf die Schmerzen auswirken als andere Gestagene innerhalb der Pillen, und dann würde man in diese Art der Therapie gehen.

 

Axel Enninger: Und wann muss dann besser werden?

 

Patricia Oppelt: Ich sage so, nach 3–6 Zyklen, also auch hier müssen wir ein bisschen Geduld haben. Ich würde nie ein Mädchen mit einer Pille schon nach 3 Monaten umstellen, sondern ich würde immer versuchen, dann wirklich so ein halbes Jahr zu schauen, vor allem wenn es zu einer leichten Besserung kommt. Wenn diese Mädchen keine Besserung haben, kann man noch mal das Präparat umstellen. Aber diese Mädchen würden wir dann auch tatsächlich großzügig operieren, um zu schauen, ist eine Endometriose da, können wir etwas entfernen? Aber wir müssen immer wissen, selbst wenn wir etwas entfernen, selbst wenn wir was entdecken, danach bleibt die Therapie immer gleich wie davor. Deshalb ist es eben nicht so wichtig, diese Bauchspiegelung zu machen.

 

Axel Enninger: Okay, und wenn es kein adäquates Therapieansprechen gibt, gilt natürlich das, was in der Medizin immer gilt: einmal kurz zurücktreten und fragen: ‚Bin ich sozusagen richtig abgebogen? Stimmt meine Diagnose? Muss ich noch mal etwas überprüfen?‘ Das haben wir alle… Jeder von uns, der lange genug dabei ist, hat schon mal erlebt, wir haben lange auf irgendeinem Pferd gesessen und haben festgestellt, upps, unsere Diagnose stimmt einfach nicht. Das gilt ja wahrscheinlich bei Ihnen genauso.

 

Patricia Oppelt: Definitiv, ganz klar. Natürlich muss man immer noch mal nach links und rechts schauen und sich nicht immer nur verbissen auf dieser Dysmenorrhoe auslassen, man muss auch immer mal schauen, wie sind die Schmerzen? Wenn das Mädchen sind, die außerhalb ihrer Blutung Schmerzen, haben. Klar. Wir machen aber auch Ultraschall, schauen uns den Unterbauch ja immer wieder an, dass man da im Endeffekt auch schaut. Klar, also, ich würde nicht, wenn ein Mädchen vor mir sitzt, sagt: ‚Ich habe Schmerzen zur Blutung‘, sagen: ‚Okay, du hast eine Dysmenorrhoe / Endometriose, da gibt‘ s ne Pille!‘ Dass man dann da auch schaut, weil Sie da natürlich auch andere Sachen finden können. Wenn Sie natürlich einen verdrehten Eierstock hat, können wir noch so viel Pille geben, werden die Schmerzen nicht besser werden. Genau.

 

Regelmäßigkeit der Monatsblutung pendelt sich allmählich ein

Axel Enninger: Genau. Das, glaube ich, gilt ja für jeden und jedes Fachgebiet. Einer der Sprüche ist ja immer: „Don‘ t be too clever!“ Wenn man sich festgelegt hat, ist man trotzdem dann ein guter Arzt, wenn man sich selber auch nochmal überprüft, wenn es nicht in die Richtung läuft, wie es laufen soll. Da hat jeder von uns ja schon irgendetwas erlebt. Sie haben das Stichwort „Blutung“ vorhin schon genannt. Da bin ich auch immer unsicher, wenn Mütter mir berichten. Oder ich frage ja immer, weil es bei uns zu den Bauchschmerzen gehört, auch immer: ‚Hast du schon deine Monatsblutung?‘, und dann kriege ich immer zur Antwort: ‚Ja, aber ganz unregelmäßig‘ oder: ‚Ja, einmal gehabt, dann ein halbes Jahr nicht mehr, und jetzt dann wieder.‘ Helfen Sie uns Kinder- und Jugendärzten nochmal, wann muss denn eine Regelmäßigkeit eintreten? Bis wann kann ich entspannt abwarten? Wie ist denn das normalerweise?

 

Patricia Oppelt: Also, wir können davon ausgehen, dass in den ersten zwei Jahren nach Einsetzen der Menarche die Blutungen ohne Weiteres unregelmäßig sein dürfen und wir hier weder Diagnostik noch Sonstiges machen müssen. Danach würde ich natürlich immer anfangen, ein bisschen nachzuforschen. Häufig sind es dann die Mädchen, die eher verlängerte Zyklen haben, also im Endeffekt nur alle drei Monate, alle halbe Jahre. Das sollte sich dann nach zwei Jahren einstellen. Mädchen, die innerhalb dieser ersten zwei Jahren, aber zum Beispiel – die starken Schmerzen haben wir schon besprochen – aber zum Beispiel auch sehr stark bluten und / oder in sehr kurzen Abständen bluten, alle zwei Wochen, das mag ein Stückweit physiologisch sein, das ist auch physiologisch, denn wir haben im Endeffekt in den ersten zwei Jahren noch keinen ganz regelmäßigen Zyklus mit Ovulation, danach Progesteronproduktion, dass die Schleimhaut optimal umgebaut wird, so dass es ein Stückweit normal ist, dass es auch zu kürzeren Abständen kommen kann und starken Blutungen. Aber diese Mädchen würde ich ein Stückweit therapeutisch abfangen. Sie leiden natürlich. Etwas anders als die mit den Schmerzen, aber genauso, auch das wäre letztendlich noch okay. Das wäre jetzt zum Beispiel ein Grund, dass man sagt, wenn man es bei er J1, J2 anamnestisch mit der Patientin bespricht, dass man diese Patientin dann auch zum Gynäkologen schickt, auch wenn es eventuell noch unter die physiologische Anfangsblutungsstörung fällt.

 

Axel Enninger: Das heißt, zwei Jahre Zeit gibt es, und da sagen Sie, sind Sie entspannter bei denjenigen, wo die Abstände lang sind und wo es zwischendurch mal Bauchschmerzen gibt. Aber, wenn die Blutungen ausgeprägter sind, die Abstände kürzer sind, die Schmerzen besonders intensiv sind, dann sagen Sie: ‚Ah, im Zweifelsfall warten wir mal nicht zwei Jahre.‘

 

Patricia Oppelt: Genau, da würde ich nicht warten, weil ich einfach den Mädchen helfen möchte, einfach das Erleben ihrer Blutung schön zu haben, und das können wir dann auch tun. Da können wir auch durch einfache Therapie das häufig dann schon regulieren, diese Blutungsstörungen, um eben das einfach zu erleichtern, genau. Also, man kann sagen, es ist ein Stückweit physiologisch, aber wir könnten ihnen hier helfen, um sie da ein bisschen abzufangen.

 

Schwere Akne? Ungewöhnliche Behaarung? Frühes Handeln lohnt sich

Axel Enninger: Gibt’s noch klinisch andere Dinge, auf die ich achte? Haut?

 

Patricia Oppelt: Genau, das ist auch noch mal ein guter Einwand. Das sind eher die Mädchen, die eher längere Blutungsabstände haben. Hier würden wir die Mädchen herausfischen und auch nicht sagen: ‚Da warten wir jetzt mal zwei, drei Jahre noch ab, das wird schon alles werden‘, die Hautunreinheiten haben, Akne, und die auf einmal anfangen, Behaarung zu haben, wo Mädchen sonst keine haben sollten, also Oberlippe, Kinn, sonst irgendwie am Unterbauch, weil man hier im Endeffekt an eine hormonelle Störung denken muss, die Hyperandrogenämie, die gar nicht so selten ist. 15 % der Frauen im fertilen Alter haben eine Hyperandrogenämie, also zu viel männliche Hormone, und auch hier würde man keine zwei Jahre abwarten, um sich das verselbstständigen zu lassen, sondern die sollte man dann auch diesbezüglich diagnostizieren. Also in dem Fall würde ich auch Diagnostik machen, also das durch Blut bestätigen und dann überlegen, inwieweit es zu therapieren ist. Auch hier sind wir etwas großzügiger geworden. Die haben früher ja auch alle die Pille bekommen. Auch da sind wir etwas entspannter geworden.

 

Axel Enninger: Aber da ist tatsächlich, anders als bei unserem allerersten Thema, nicht Abwarten das Thema, sondern wenn ich vermehrte oder ungewöhnliche Behaarung habe, besonders starke Akne, dann würden Sie sagen, da ist irgendwie die Balance zwischen Östrogen und Testosteron ein Thema.

 

Patricia Oppelt: Definitiv! Vor allem, je früher wir dem Einhalt gebieten, also gerade der Behaarung, umso besser bekommen wir das auch in den Griff, dass es sich gar nicht verschlechtert und zu einer starken Ausprägung kommt.

 

Einseitige Brustdrüsenschwellung bei Jungs fast immer physiologisch

Axel Enninger: Und vielleicht als allerletztes, kurzes Thema, weil wir gerade von den männlichen oder / Schrägstrich weiblichen Geschlechtshormonen gesprochen hatten. Jungs mit Brustdüsenschwellung ist etwas, was wir häufig sehen und wo wir eigentlich auch immer sagen: ‚Bleib entspannt!‘ Kurzes Statement von Ihnen dazu, bitte!

 

Patricia Oppelt: Wir sehen sie zum Glück gar nicht so häufig, weil da sind Sie ja gefordert, oder die fangen Sie letztendlich ab. Aber auch hier wissen wir, dass es im Endeffekt ja ein Stückweit normal ist, dass wir vor allem das einseitige Brustwachstum haben, wovor wir keine Angst haben müssen. Wir sehen tatsächlich bei uns in der Sprechstunde eher mal Jungs, wo es ein familiäres Mammakarzinom-Risiko gibt, wo die Mütter einfach extrem irritiert sind. Die sehen wir dann schon noch mal zu weiteren Abklärung, wenngleich hier ja nicht viel Abklärung passieren muss.

 

Axel Enninger: Okay. Also das heißt, es gehört einfach dazu. Eine einseitige Brustdrüsenschwellung ist bei einem pubertierenden Jungen erst mal normal. Aber spannend in der Tat, wenn es da irgendwie genetisch bedingt Brustkrebsgen-Veränderungen, gibt, dann bleibe ich trotzdem entspannt.

 

Patricia Oppelt: Kann man trotzdem entspannt bleiben. Klar. Weil es in der Pubertät ja völlig physiologisch ist, dass sie das bieten, und hat im Endeffekt nichts mit einem Knoten oder mit einer Veränderung zu tun. Aber die Mütter sind natürlich etwas sensibler dafür, und deshalb sehen wir das einfach häufiger. Wir sind ja auch ein großes Zentrum für Mammakarzinom hier in Erlangen, und dann haben wir es eher mal, dass wir das in dieser Konstellation sehen.

 

Axel Enninger: Okay, das kann man auch gut nachvollziehen. Frau Oppelt, wir sind schon am Ende unseres Podcasts, und da Sie schon mal da waren, kennen Sie das klassische Element „Dos & Don’ts“, und zu dem kommen wir jetzt. Sie dürfen frei entscheiden, in welcher Reihenfolge Sie starten.

 

Keine Abstriche; Hymen nicht berühren; Druck weg bei Labiensynechie; keine Angst vor Vulvovaginitis; Unterstützung bei Schmerzen

Patricia Oppelt: Dann fange ich mit den Don‘ts an. Keine Abstriche! das Hymen in Ruhe lassen! Bei den Labiensynechie können wir mittlerweile, glaube ich, auch ganz entspannt sein, und wir müssen einfach viel mit den Patientinnen und vor allem aber auch mit den Müttern sprechen, viel Aufklärung leisten, um da im Endeffekt viel Druck rauszunehmen. Das war ja fast schon ein Do, was man tun soll.

 

Axel Enninger: Dos & Don’ts gehen immer ineinander über, das ist völlig in Ordnung. [Schmunzeln]

 

Patricia Oppelt: Können ineinander übergehen, nicht wahr? Und bei der Vulvovaginitis denke ich: Ich kann Ihnen nur sagen, als ich damals angefangen habe, hatte ich davor extrem großen Respekt, aber ich hoffe, dass Sie heute mitgenommen haben, wenn wir an die Anamnese denken für die Vulvovaginitis, dass wir sie hier auch einfach herausfiltern können: Was ist die Ursache? Wie können wir es im Endeffekt therapieren? Und ich kann Sie nur noch ermuntern, dass Sie alle den Mädchen, die Sie sehen und bereits ihre Blutung haben, abfragen, ob sie Schmerzen zur Blutung haben und egal, ob es Endometriose ist oder nicht, dass wir ihnen diese Schmerzen nehmen und / oder wenn sie stark bluten, wenn sie in kurzen Abständen bluten, dass wir ihnen da ein Stück weit helfen, beziehungsweise sie unterstützen können.

 

Axel Enninger: Sehr schön, vielen Dank, Frau Oppelt. Das hat Freude gemacht. Ich glaube, wir haben alle wieder mal viel gelernt. Vielen herzlichen Dank dafür und Ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, vielen Dank fürs Zuhören! Vielen Dank fürs treue Zuhören! Wir freuen uns über Feedback. Wir freuen uns über Lob, wir freuen uns auch über Kritik und natürlich auch über Themenvorschläge, Vorschläge zu Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartnern. Bleiben Sie uns gewogen, und bis zum nächsten Mal!

 

 

Hilfreiche Informationen

 

Literatur:

Patricia G. Oppelt (2023) Fälle der pädiatrischen Gynäkologie. In: Interdisziplinäre und aktuelle Pädiatrie, 48. und 49. consilium live Kongressbericht – 2023, Z6501122-21-0923, Seiten 50–55. Download für Fachkreise oder zu beziehen über InfectoPharm.

 

Podcast:

Pädiatrie-Podcast Folge 20 „Verhütung“ vom 02.12.2022 mit Prof. Dr. Patricia Oppelt. https://consilium.podigee.io/20-20-verhutung-mit-prof-dr-patricia-oppelt

 

 

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Verantwortlich für den Inhalt: Dr. Markus Rudolph

Sprecherin: Das war consilium, der Pädiatrie-Podcast. Vielen Dank, dass Sie reingehört haben. Wir hoffen, es hat Ihnen gefallen und dass Sie das nächste Mal wieder dabei sind. Bitte bewerten Sie diesen Podcast und vor allem empfehlen Sie ihn Ihren Kollegen. Schreiben Sie uns gerne bei Anmerkung und Rückmeldung an die E-Mail-Adresse consilium@infectopharm.com. Die E-Mail-Adresse finden Sie auch noch in den Shownotes. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge!

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